Deutsche Meisterschaften MTB Marathon beim Dünsberg Bike Marathon 2026
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- Kategorie: 2026
- Veröffentlichungsdatum
- Geschrieben von Malte Knöll & Detlef Baganski
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Die nationalen Meisterschaften der langstreckenaffinen Mountainbikerinnen und Mountainbiker wurden am 30.08.2026 im Rahmen des 20. Dünsberg Bike Marathons ausgetragen. Das sogenannte Celtic Race mit umfasste neben der DM auch weitere Rennen über verschiedene Distanzen. Dabei mussten unterschiedlich viele Runden auf der Marathonstrecke rund um den Dünsberg überwunden werden, die ca. 40 Kilometer und 900 Höhenmeter maß.
Der Rundkurs war sehr abwechslungsreich angelegt. Sowohl Asphalt- und Forstwege als auch schmale Singletrails in Anstiegen und Abfahren waren vertreten und wechselten sich ständig ab. Die Abfahrten waren gut eingefahren und mit kleineren Sprüngen, Anliegerkurven und Wurzelpassagen versehrt. Ebenso wechselhaft wie die Untergrundcharakteristik zeigte sich auch das Höhenprofil. Dieses war gekennzeichnet von zahlreichen kleinen, maximal knapp 200 Höhenmeter langen Anstiegen, die sich oft nahtlos aneinanderreihten. Die kurzen Abfahrten dazwischen boten eine kurze Möglichkeit des Durchatmens, aber kaum Erholung.
An der Startlinie des Rennens über eine Runde der Marathonstrecke (40 km, 900 Höhenmeter) standen gleich zwei Starter des AC Weinheim / Team Mountainbike Bergstraße: Detlef Baganski und Rolf Knöll. Im Anschluss an einen kraftvollen Start fuhr Rolf ein souveränes Rennen auf unbekanntem Terrain. Er erreichte das Ziel in 2:24 Stunden und damit den 98. Gesamtrang sowie 23. Platz seiner Altersklasse.
So hat Detlef sein Comeback beim Celtic Race gut 20 Jahre nach seiner letzten Teilnahme an einem MTB-Marathon erlebt: Nach jahrelanger MTB-Pause und als Fahrer in Gruppe 2 war seine Absicht, mal wieder Rennluft zu schnuppern und zu sehen, wie sich der Sport in den letzten Jahren entwickelt hat.
Die ersten Kilometer auf zäh zu fahrenden Wiesenwegen und der Anstieg nach Vetzberg sortierten ihn erwartungsgemäß weit hinten im Feld ein. Einmal im Wald angekommen lief es etwas besser, er fand seinen eigenen Rhythmus und konnte sich in einer kleinen Gruppe festsetzen. In dieser Gruppe ging es Richtung Dünsberg, dem höchsten Punkt des Tages. Man fuhr auf eher breiten Forstwegen, aufgelockert durch etliche flüssig zu fahrende Trails und weitere Wiesenwege. Einmal am Fuß des Berges angekommen, löste sich die Gruppe auf und jeder kämpfte für sich mit den Unbillen der Topographie und des zunehmend lockeren Untergrundes. An den steilsten Stücken, an denen alle in seiner Sichtweite vom Rad und schieben mussten, stellte sich die Frage, ob die um die Deutsche Meisterschaft Fahrenden dort wohl über die dicken Wurzeln und groben Steine hochfahren würden - und wie das überhaupt gehen solle.
Vom Dünsberg hinunter ging es auf angelegten Trails, die immer wieder kleinere Absätze hatten und recht wurzelig waren. Durch den Regen der letzten Tage war der Boden aber nicht zu locker und rutschig, sondern gut griffig. Über Abschnitte des Druiden- und des Keltentrails ging es zurück in flacheres Gelände, in dem nun vermehrt kürzere Stiche zu absolvieren waren, die zwar nicht sonderlich lang, dafür aber um so steiler waren. Zu Ende der Runde wurden die Wege wieder etwas breiter und mit Verlassen des Waldes und dem Blick auf Biebertal machte sich ein wenig Erleichterung breit, dass die Strapazen nun geschafft seien. Nach gut zweieinhalb Stunden waren die 40 km absolviert und Detlef war mit seinem 117. Platz (28. AK) bei 159 Gestarteten durchaus zufrieden.
An den Deutschen Meisterschaften MTB Marathon über drei Runden (120 km, 2900 Höhenmeter) nahm Malte Knöll teil. Nach einer kurzen gemeinsamen Startphase setzten sich die Favoriten auf den Tagessieg zügig ab. Es bildeten sich kleine Gruppen, die allerdings auch immer wieder auseinanderfielen oder sich neuformierten. Im Anschluss an diese hektische Rennphase fand Malte sein konstantes Renntempo und kämpfte sich in 6:12 Stunden als 28. der Herren Elite über die Langdistanz. Zum Deutschen Meister im Mountainbike Marathon krönte sich in diesem Rennen Andreas Seewald vom Team Singer KTM.











